Spielbericht: Erster Dreier nach erneut torreicher Partie

SV Moßbach - Immer am Ball!, 11.09.2023

Spielbericht: Erster Dreier nach erneut torreicher Partie

Man of the Match am Sonntag: Timo Grau, der drei Tore beisteuerte und dessen Präsenz der Mannschaft gut tat (Foto: Mario Streit).

Kreisoberliga, 3. Spieltag:

SV Moßbach - Post SV Jena 4:3 (2:0)

Heimsieg! Die ersatzgeschwächten Hausherren setzten diesmal auf eine kompakte Defensive, mit Ordnung, Organisation und Disziplin. Damit taten sich die ambitionierten und mit zwei Siegen in die Saison gestarteten Postler von Beginn an schwer. Um selbst teils eklatante Abwehrschwächen zu offenbaren, die der "Sturmtank" Martin Fritz mit seinen zwei Großchancen beinahe zur Führung bestraft hätte. Doch einmal reagierte der Keeper Moritz glänzend und kurz danach grätschte noch ein Abwehrbein in allerhöchster Not dazwischen und verhinderte den Netzeinschlag. Danach wurden die Gäste etwas besser bzw. sicherer und kamen selbst zu zwei richtig guten Chancen, bei denen aber auch wenige Zentimeter in der Genauigkeit fehlten. Schließlich wechselte Moßbach den Unterschied ein, als der körperlich angeschlagene Kapitän Timo Grau - zuvor sich schon dreimal warm laufend wie ein hungriger Puma im Käfig, der endlich auf Jagd freigelassen werden will - als zentraler Stürmer kam, kurz spähte und gleich doppelt Beute riss. Nur eine Minute auf dem Platz, drückte er eine Eingabe vom frei durchgelaufenen Liubchenko aus Nahdistanz über die Linie (42') und für den schnellen Doppelschlag sorgte eine Doublette, als Timo mit all seiner Qualität erneut eine Flanke von Dima, auf Höhe der Torraumlinie völlig blank stehend, volley in das Toreck kanonierte (44'). Was für eine Duftmarke! Ein 2:0 (und seit längerem mal wieder eine Führung) zur Pause, die natürlich für das eigene taktische Konzept und die Sicherheit im Kopf positiv in die Karten spielte. 

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht Nennenswertes, außer viel spielerisches Bemühen der Gastelf, die sich jedoch an den emsig pickernden SVM-Verbundarbeitern (insbesondere der bis dato stabilen Fünferkette um Abwehrdirigent Hoferichter sowie den omnipräsenten Doppelsechsern Meyer/Fruth) immer wieder die Zähne ausbiss und bis zum nächsten Treffer harmlos blieb. Denn das dritte Tor fiel aus einem blitzsauberen Gegenstoß auf der Seite des Sportlerheimtores, als Jonas Schmitz temposcharf in den Strafraum zog und unter Bedrängnis sowie aus spitzem Winkel trocken in das lange Eck zum vorentscheidenen 3:0 erhöhte (68'). Aber die Post gab sich nicht geschlagen, blieb dran und schaffte aus einer Ecke den Anschluss, als der Kopfball aus drei Metern Entfernung völlig unbedrängt platziert werden konnte (74'). Direkt nach dem Anstoß hatte Jena die Riesenchance zum zweiten Treffer, doch der Heber frei vor Schlussmann Pasold, der nach seiner Verletzungszeit wieder gewohnt routiniert und wohltuend das Gehäuse des SVM hütete, wurde neben das Tor gesetzt. Die handfeste Antwort hatten unsere Mannen parat, als erst Timo Grau einen an Jonas Schmitz verwirkten Foulstrafstoß abgebrüht zum 4:1 verwandelte (78') und wenig später Festo Ogunlana über einen Konter von Franz Pilhofer in beste Abschlussposition gebracht wurde, aber etwas zu hastig über das Fangnetz abschloss. Nicht das 5:1 auf der einen Seite und ihrer spielerischen Linie treu bleibende, nie aufsteckende, aber auch viel meckernde Jenaer auf der anderen Seite, die spät zu ihrem zweiten Treffer kamen, als Dima das Abseits auflöste, weil er nicht aus dem Strafraum rückte (87'). Auch danach hielt die berühmte Brechstange nur der Gästetrainer in der Hand, der wie ein Rumpelstilzchen an seiner Seitenlinie auf und ab tanzte und seine spieltechnisch versierten Kicker emotional nach vorn trieb, die sogar noch zum 4:3-Anschluss kamen (90'). Die vierminütige Nachspielzeit wurde dann nochmal zum echten Krimi, als fast noch der Ausgleich fiel, doch der Ball trudelte zum Glück für die Gastgeber, die sich den ersten Sieg in der noch jungen Saison mit einer geschlossenen und disziplinierten Mannschaftsleistung redlich verdienten, ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Diesmal waren es keine zehn, dafür aber stattliche sieben Tore in der SVM-Arena - mit dem besseren Ende und drei wichtigen Punkten für Moßbach, auf denen sich für die nächsten schweren Aufgaben (Lobeda, Camburg, Tanna, Schleiz) aufbauen lässt! Glückwunsch & Weiter so, Jungs!


Quelle:dx