SV Moßbach e.V.

Der SVM verliert Lutz Jäger als Spieler

SV Moßbach - Immer am Ball!, 30.06.2020

Der SVM verliert Lutz Jäger als Spieler

"Alles hat seine Zeit" bzw. "Zurück in die Zukunft"!

So auch für den 25-jährigen Lutz Jäger beim SVM, den er zum 01.07.2020 nach sieben Jahren verlässt, um zu seinem Triptiser Nachwuchsverein in die Kreisliga zurückzukehren. Dort will Lutz als großer Hoffnungs- und absoluter Leistungsträger zügig an der Mission Kreisoberliga mitwirken, um die vorhandenen Konzeptionen, zukünftigen Möglichkeiten und wachsenden Ansprüche weiter zu heben und zu entwickeln.

Lutz wechselte im Juli 2013 als blutjunges 18-jähriges A-Juniorentalent zu uns, nachdem er mit Triptis unter Coach Bernd Weichert in die Kreisliga abstieg, und entwickelte sich in all den Jahren primär über eine hohe Trainings- und Spielfrequenz sowie viel Rückendeckung zur gestandenen Stammkraft im Herrenbereich. In 163 Pflichtspielen markierte die Leubsdorfer Frohnatur 29 Tore für unsere 1. Mannschaft, gewann 93 Partien und verlor 40 Duelle. Für unsere 2. Mannschaft absolvierte der Verwaltungsfachangestellte 8 Matches und erzielte einen Treffer. Sein gutes Standing in der Mannschaft bewiesen u.a. mehrere stimmkräftige Wahlen zum Vizekapitän und Mitglied des Spielerrates; beide Funktionen übte Jagi über einige Spielzeiten aus. Auch innerhalb des Vereins und dessen Umfeld wurde Lutz ob seiner umgänglichen, heiteren, geselligen und offenen Art stets geschätzt. Das Wohlfühlumfeld und die Nestwärme wusste der Jungspund auch stets auf seine ihm eigene Art zurückzugeben.

Nach seiner Mittelfußverletzung im Aufstiegsspiel in Ranis (zu Pfingsten 2019) fand Lutz motivational nie wieder zur alten Stärke zurück. Und kam in der ersten Halbserie der Landesklasse nicht über 29 Minuten Spielzeit hinaus, auch bedingt durch die lange Rekonvaleszenz von über 12 Wochen. Unvergessen wird dabei sein umjubelter Ausgleichstreffer zum Kirmesspiel in Kaulsdorf bleiben, den unsere #3 unmittelbar nach seiner Einwechslung markierte. Malle, Prag, Bad Blankenburg, Schweinfurt, Kirmes, Kinderfest, Sommerfest - Lutz war stets "mittendrin statt nur dabei" und ein sympathisches Gesicht unserer 1. Mannschaft. Inmitten der Vorbereitungszeit im Winter, in der Lutz zielorientiert auf die Rückrunde angriff, kam kurz vor dem Punktspielstart gegen Schleiz der Corona-Stopp. Und somit das nächste Motivationsloch, das aber nicht nur er allein zu überwinden hatte. Somit bleibt der Aufstieg in die Landesklasse 2018/2019 auch unbestritten sein größter sportlicher Erfolg - zumindest bisher. Denn für die Rückrunde, die ja im Landesverband Thüringen ab September gespielt werden soll, möchte der Konzeptspieler schon für seine neue Mannschaft auflaufen. Motivierter, kurzfristig mit Triptis den Aufstieg in die Kreisoberliga anzustreben, als sich im Haifischbecken der Landesklasse mit besseren Mannschaften im Kampf für den Moßbacher Klassenerhalt zu behaupten und sein eigenes Leistungsvermögen auszureizen. Beide Vereine wollen in den nächsten Wochen allerdings noch eine Einigung über die sofortige Spielberechtigung finden, da es derzeit keine klassische Wechselzeit gibt. 

Unser Trainer Jens Herzog, der den jungen Lutz Jäger seinerzeit mit großem Kampfgeist an die Autobahnhöhe gewann und anfangs mit ihm noch zusammen auf dem Spielfeld agierte, äußert sich zu dessen Abschied wie folgt: "Mit dem Sprichwort 'Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt' ist vieles gesagt. Sportlich kann ich die Entscheidung aktuell nicht verstehen und meine persönliche Enttäuschung darüber auch nicht verbergen. Lutz ist in der Vollblüte seiner Fußballerzeit und wechselt nun zwei Klassen tiefer, nach zwei Kurzeinsätzen in der Landesklasse, um die er zuvor sechs Jahre gegen alle Widerstände mit uns kämpfte. Aber die Welt wird sich weiterdrehen. Ich bedanke mich auch im Namen des Vereins für die stets gute, angenehme und loyale Zusammenarbeit und das Teamwork, dem sich Lutz ein- und untergeordnet hat. Sein neuer Verein kann sich auf einen guten Typ freuen, dem unsere Türen auch in der Zukunft immer offen stehen werden. Lutz kam als Spritzer, als Greenhorn, und geht als guter Freund der Moßbacher Sport- und Dorfgemeinschaft. Mit seinem Potential könnte er noch viel mehr aus sich herausholen, wenn er das will. Er könnte ein Innenverteidiger oder Sechser sein, an dem sich viele Gegenspieler die Zähne ausbeißen. Hoffentlich verschenkt er sein Potential nicht zugunsten des mentalen Faulenzens, denn auch er bekommt die beste Zeit als Fußballer nicht zurück. Ich wünsche Lutz und auch seinen uns eng verbundenen Eltern alles Gute auf dem weiteren Lebensweg."

Doch was sagt der Abschiednehmende selbst? Die Wechselmotive von Lutz halten wir zeitnah in einem kleinen Interview nach, zusammen mit ein paar weiteren Schnappschüssen aus seinen sieben Jahren für und mit Moßbach.

Na dann: Vielen Dank & Alles Gute, Lutz Jäger!


Quelle:dx