SV Moßbach e.V.

Temposcharfer Testspielauftakt am Freitagabend

Mario Streit, 01.08.2020

Temposcharfer Testspielauftakt am Freitagabend

Auffälligster Akteur auf dem Platz war Moßbachs Peter Pribitny. Der Slowake kann sich hier gegen die Mühltroffer Abwehrzange gut durchsetzen. 

 

Moßbach entscheidet das Duell der Landesklasseteams mit 3:1 (2:0)

Moßbach. Auch Moßbachs Erste ist in die Testspielserie gestartet, hatte mit dem VfB Mühltroff gleich ein ebenbürtiges Team zu Gast. Die Sachsen bei Saisonabbruch, genau wie die Herzog-Elf, in der Landesklassetabelle über dem Strich stehend, kamen mit einem breiten Kader. Jens Herzog fehlten urlaubsbedingt Akteure wie Rocktäschel, Wunderlich oder Aschenbrenner, doch Nachrücker aus der Zweiten kompensierten die Ausfälle, boten sich mit ihren Leistungen für weitere Einsätze an.

Zur Freude der über 90 Zuschauer begannen beide Teams mit erfrischenden Tempofussball. Die Gastgeber zunächst am Drücker. Verfehlten Pribitny und Plietzsch noch eine scharfe Eingabe Thümmels (5.), zog Meyer das Leder vom 16er nur knapp über den Balken (10.), so besorgte Tümmel aus 12 Metern das 1:0. Der Ex-Schleizer Keeper Pasold klärte zuvor im Herauslaufen gut gegen Welsche, war dann aber beim Torschuss noch nicht in Position (13.).  Die Gäste, denen auch Jens Herzog bescheinigte "zwei bis drei Tore hätten sie mehr machen können", hielten mit schnellen Aktionen dagegen. Als Neumeister abzog, rettete Grau auf der Linie (20.) und auch Filev, der auffälligste Akteur der Sachsen, verfehlte nur knapp (25.). Die Moßbacher waren auf der anderen Seite effektiver. Wurde ein schneller Gegenzug über Pilhofer  und Pribitny noch von der Abwehr abgefangen, so fischte sich der nachsetzende Slowake den Ball von den Füßen eines Verteidigers und netzte zum 2:0 ein (28.). Keeper Lange, bis dahin mit wenig Arbeit, demonstrierte bei einem Filev-Freistoß, den er mit starkem Einsatz um den Pfosten lenkte, sein Können (40.). Ein weiterer Filev-Schuss wurde nach gutem Anspiel von Rudloff noch zur Ecke geblockt (43.). Der kurz zuvor eingewechselte Pasold, nach  drei Jahren Pause erstmals dabei, fand sofort ins Spiel und setzte mit schnellen Antritten zweimal Pribitny in Szene, der an Torwart Pasold scheiterte und knapp verzog (45./46.).

Die zweite Hälfte sah zunächst die Gäste am Drücker. Nachdem Grünler fast einen Aussetzer der Abwehr nutzen konnte (48.), klatschte das Leder aus einer Spielertraube heraus an den Querbalken (63.). Fast im Gegenzug aber das 3:0, als Plietzsch eine schöne Eingabe Wieduwilts in die Maschen spitzelte (65.). Pribitny, der an diesem Abend auffälligste Akteur auf dem Platz, hätte erhöhen können, doch den Abschluß eines Solos beförderte Kuhl noch von der Linie (73.). Die nie aufsteckenden Gäste wurden in der 88. Minute mit dem Ehrentreffer zum 1:3-Endstand belohnt, als Ottiger einen Abpraller von Grau direkt und unhaltbar ins Tor hämmerte.

Jens Herzog war mit dem Einsatz seines Teams "einverstanden - der Vergleich zweier Landesklassisten war ein guter Maßstab und für so einen frühen Zeitpunkt sehr temposcharf. Die Einstellung meiner Spieler war richtig gut."

Weiter geht's in der Saisonvorbereitung am kommenden Freitag beim ambitionierten Kreisligisten Orlatal.

Mario Streit