1.Mannschaft : Spielbericht Kreisoberliga Jena-Saale-Orla, 30.ST (2017/2018)

SV Moßbach   SV Lobeda 77
SV Moßbach 3 : 0 SV Lobeda 77
(2 : 0)
1.Mannschaft   ::   Kreisoberliga Jena-Saale-Orla   ::   30.ST   ::   16.06.2018 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Denny Lukes, Florian Aschenbrenner, Robby Wieduwilt

Assists

Karl-Christian Meyer, Florian Aschenbrenner, Stephan Wunderlich

Gelbe Karten

Robby Wieduwilt

Zuschauer

48

Torfolge

1:0 (32.min) - Florian Aschenbrenner (Karl-Christian Meyer)
2:0 (43.min) - Denny Lukes per Kopfball (Florian Aschenbrenner)
3:0 (88.min) - Robby Wieduwilt (Stephan Wunderlich)

Unbeschwert geht besser

Robby Wieduwilts Treffer zum 3:0 in der 88. Minute beschert der Herzog-Elf versönlichen dritten Tabellenplatz 

SV Moßbach - SV Lobeda 77 3:0 (2:0) 

Moßbach. Die Saison 17/18 ist Geschichte. Moßbach am Ende Dritter. Klingt gut, ist aber nicht allzu gut, bedenkt man, dass der Rückstand zu Aufsteiger Schott fünfzehn und zum Zweiten Jenapharm noch satte neun Punkte beträgt. Wenn man bedenkt, daß der Zweite nach der Hinrunde, ein gewisser SV Moßbach, nur zwei Punkte hinter dem Ersten lag, weiß man, wo der Hase im Pfeffer lag - in eine ganz schwachen Rückrunde, in der einiges daneben lief. Im letzten Jahr beendete die Herzog-Elf die Saison zwar als Fünfter, hatte dabei aber auch nur vier Punkte Rückstand zum Aufsteiger Gleistal.

Dennoch keine ganz schlechte Saison, auch wenn die eigenen Ansprüche höhere waren.

Dass in der Mannschaft wirklich was steckt, konnte man im letzten Saisonspiel sehen. Jens Herzog verzichtete bewußt auf taktische Vorgaben, gab die Verantwortung und das Feuer frei für ein entkrampftes Match. Und genau das wurde es auch. Von Anbeginn zogen seine Spieler an den Ketten, boten ein erfrischendes und die Zuschauer begeisterndes Spiel.

Bis auf die Torjäger Pasold und Neupert konnte die beste Besetzung aufgeboten werden. Und die  legte dann auch los wie die Feuerwehr. Erste Gefahr durch den bestens aufgelegten Aschenbrenner, der knapp drüberköpfte (5.) und dessen Schuß Lobedas starker Keeper Schäfer um den Pfosten lenkte (6.). Auch gegen Pribitny verhinderte Schäfer im Eins-zu-Eins den Rückstand (10.). Dann endlich lag der Ball im Netz als Wieduwilt in eine Flanke stach, doch Schiedsrichterin Linda Thieme, nicht mit ihrem besten Tag, hatte etwas dagegen. Kein Abseits, angeblich ein Foul, das auch in einer Fotoserie nicht zu erkennen ist (18.). Zur Strafe für Moßbachs Proteste im Gegenzug fast noch die kalte Dusche, als Shala aus spitzem Winkel draufhielt, Lange im Tor aber auf dem Posten war. Nachdem Lobedas Keeper ein Wieduwilt-Geschoß noch entschärfte (28.), sorgte Aschenbrenner mit seinem Flachschuß ins lange Eck endlich für die Belohnung des Anrennens (32.). Auch am 2:0 war Moßbachs Flügelflitzer beteiligt. Seine Ecke landete auf Lukes' Kopf, der zum 2:0 verwandelte (43.).  

Auch die zweite  Hälfte wurde von den Gastgebern bestimmt, wobei die Intensität bei schwülen Temperaturen nachließ. Die Gäste blieben zwar weiter dran, wollten den Anschluß, doch bei ihrer größten Chance blieb erneut Lange Sieger, der das Leder aus dem Gewühl heraus faustete (60.). Apropos Sieger. Der blieb Gästekeeper Schäfer gleich dreimal in Eins-zu-Eins-Situationen gegen Torjäger Wunderlich, dem auch das Pech bei einem Pfosten-, sowie einem Lattenschuß an den Stiefeln klebte. Die Gastgeber blieben weiter dran, wußten um das Problem Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Camburgern. Routinier Wieduwilt löste zwei Minuten vor Ultimo den Knoten, tunnelte Schäfer zum 3:0-Endstand und damit zum Platz auf dem Treppchen.

Nicht in die Torschützenliste eintragen konnte sich diesmal Moßbachs dienstältester Spieler David  Schaub. Der letzte Verbliebene der 2006er Aufstiegsmannschaft nahm seinen Hut, bestritt sein letztes Spiel in seinem "Herzensverein". Noch einmal trug er die Kapitänsbinde, die er bei seiner Auswechslung in der 75. Minute an Denny Lukes weitergab. Während andere im Team dabei emotional wurden, blieb er cool: "Es war eine schöne Zeit mit euch hier in Moßbach. Dass das heute mein letztes Spiel hier war kann ich trotzdem noch nicht so richtig realisieren, dazu wird's wohl noch paar Tage brauchen. Ich werde dem Verein natürlich verbunden bleiben, helfen, wenn es nötig ist."

Mario Streit


Quelle: Mario Streit