1.Mannschaft : Spielbericht

Kreispokal
2.Runde - 06.09.2026 15:00 Uhr
SG SV Moßbach   Post SV Jena
SG SV Moßbach 2 : 0 Post SV Jena
(0 : 0)

Spielstatistik

Tore

Leon Broßmann, Yannik Keßler

Assists

Eric Berger

Gelbe Karten

Yamie Gerloff, Niclas Krause

Zuschauer

100

Torfolge

1:0 (72')Yannik Keßler (Eric Berger)
2:0 (78')Leon Broßmann per Freistoss

Ein verdienter Sieg lässt unsere Jungs in die dritte Runde marschieren!

Verdient! Dieses Wort war nach dem Schlusspfiff allseits zu hören. Nach einem Duell auf Augenhöhe kämpften sich unsere einsatzstarken und griffigen Recken gegen den spielstarken Kreisoberligisten, der aktuell Tabellenvierter ist, in die nächste Pokalrunde. Das war so nicht zu erwarten, doch der Underdog stand defensiv gut, arbeitete stark und geschlossen gegen den Ball. Auch von den Chancenanteilen her war der Heimsieg absolut verdient. Die Tore erzielten Yannik Keßler und Leon Broßmann, wobei Letzterer einen Freistoß aus gut 30 Metern ins rechte Dreiangel schweißte – eine Kunst, die einst nur Karl Allgöwer, Krassimir Balakov, Mario Basler oder Robby Wieduwilt beherrschten. Herzlichen Glückwunsch, Männer!

Trotz des kleinen Kaders sah Robby Wieduwilt im Vorfeld eine reelle Chance und motivierte seine Mannschaft – vor allem auch mit Blick auf den Heim- und Platzvorteil. Aus einer kompakten Kampfzone heraus sollte massiv verteidigt werden, um der einzigen Sturmspitze, Niklas Fritz, entscheidende Nadelstiche zu ermöglichen. Und dieser Plan ging letztendlich auf. Nach einem knapp neben das Tor geschossenen Freistoß von Jena folgte die erste Großchance von Niklas Fritz, dessen Schuss der baumlange Keeper zur Seite abwehrte. Den Nachschuss von Leon Broßmann holte ein Abwehrspieler gerade noch von der Torlinie. Gefährliche Kopfbälle von Sandro Plietzsch und Franz Pilhofer verfehlten ihr Ziel nur knapp. Ein starkes Solo von Chris Hammerschmidt wehrte der Torhüter ebenfalls stark ab. Mit einem 0:0 ging es in die Pause – das Tor für unsere SGM fehlte noch.  

Die zweite Hälfte blieb chancenärmer. Dennoch hatte der emsig ackernde Niklas Fritz eine Großchance, scheiterte im Eins-gegen-Eins aber erneut an einem Block vor der Torlinie, der den Einschlag gerade noch verhinderte. Die bisher größte Möglichkeit im Spiel verpuffte. Glück für die Gäste, die sich spieltechnisch bemühten, sich aber nicht durchsetzen konnten. Ein Klassenunterschied war bis dahin nicht zu erkennen und trat auch danach nicht zutage. Dann fiel endlich das 1:0 (72.): Einen direkten Freistoß von Leon Broßmann auf Eric Berger ließ dieser klatschen und Neuzugang Yannik Keßler knallte das Spielgerät mit Schmackes über die Linie – jawohl! Eine einstudierte Variante, könnte man meinen. Auf jeden Fall war es klasse anzusehen und zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Die Gäste wollten ihrer Linie treu bleiben, doch ihnen fiel nicht viel ein. Im Gegenteil. Der baumlange Torhüter ließ sich an der Mittellinie in einen Trashtalk mit den Heimfans ein, was der Schiedsrichter ungestraft ließ. Doch die Quittung sollte kurze Zeit später folgen. Leon Broßmann, unser weißer Albatros, legte sich einen Freistoß aus rund 30 Metern zurecht, nahm kurz Anlauf und schoss – nein, er zelebrierte den Ball mit einer Flugbahn à la Roberto Carlos ins rechte Dreieck (78.). Ein herrliches Ding, das es in die Kategorie „Tor des Monats” schafft! „Broßi, ich will ein Kind von dir!”, hallte es durch die Pappelarena. Von wem dieser Spruch kam, muss noch eruiert werden. Jedenfalls stand es 2:0 für uns und damit war der Deckel drauf. Der Post fiel danach nichts mehr ein, sodass Luca Richter einen unerwartet ruhigen Nachmittag in seinem Tor verlebte. Die Uhr tickte herunter, und unsere Jungs sicherten sich nach einer starken Mannschaftsleistung den überraschenden, aber verdienten Heimsieg und damit das Weiterkommen in die dritte Pokalrunde. 

„Briefmarke drauf und ab nach Jena!”, scherzte unser Abwehrchef Martin Fritz mit dem Schlusspfiff, wohlwissend, dass seine Mannschaftskameraden bewiesen haben, wozu sie fähig sind. „Das war ein eindrucksvolles Statement von uns. Der Beweis, dass wir keine Superstars oder Selbstdarsteller benötigen, um erfolgreich zu sein. Ich bin stolz auf die 13 Mann, die sich dieser Herausforderung gestellt und sie robust angenommen haben.“ Robby Wieduwilt blickte am Abend zufrieden zurück, hatte aber die kommenden schweren Aufgaben im Blick, denn personell wird sich die Lage kurzfristig nicht verbessern. Doch seine Mannschaft ist intakt, das hat sie eindrucksvoll bewiesen.

Statistikteil zum Spiel
Aufstellung SGM:
Luca Richter (TW) - Niclas Krause (GK), Martin Fritz, Niklas Fritz, Eric Berger, Yamie Gerloff (GK), Sandro Plietzsch, Leon Broßmann, Franz Pilhofer, Chris Hammerschmidt (C), Yannik Keßler (89' Sandro Schwentke) - Trainer: Robby Wieduwilt
Aufstellung PSV:
Franz Hjalmar Busch (TW) - Hendrik Grabmann, Alexander Theobald, Julian Kepeschziuk (56' Thabit Gaafo/GK), Maximilian Graf (C/GK), Moritz Schölemann (GK), Ousmane Sow, Abdiqadar Abuhar Ahmed (80' Sepher Goudarzi), Jan Gößwein, Japer Bornmann, Kristian Wicklein - Trainer: Tom Jünemann
Torfolge:
1:0 Yannik Keßler (72'), 2:0 Leon Broßmann (78')
Schiedsrichter:
Torsten Hadasch (St. Gangloff) - Andreas Goretzky, Noah Sell


Quelle: dx

Fotos vom Spiel



Vorbericht zum Spiel